Bestattungskosten im Blick

Als Trauerrednerin, ist mir die Frage nach den Kosten nicht gerade unbekannt. Mit Trauer und Schmerz im Herzen angesichts des Verlustes von einem geliebten Menschen zugleich an die Kosten der vielfältig anstehenden Dienstleistungen im Rahmen der Beisetzung zu denken/über sie zu sprechen, fällt wohl keinem leicht. Das „böse“ Erwachen kommt oft zu spät. Vorsorge ist auch hier das angesagte Stichwort wie Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur,empfiehlt:

(C) Lebensweichen_DüperthalKönigswinter, 20.10.2016
– Wie viel kostet eine Bestattung in Deutschland? Eine Spanne von 2.000 bis 13.000 Euro Gesamtkosten stellt den üblichen Rahmen dar. Im Schnitt können die Kunden mit 6.000 bis 7.000 Euro rechnen, inklusive Grabmal und Anlage einer Grabstelle – ohne die Grabgestaltung mit ungefähr 4.500 Euro. Zu berücksichtigen sind allerdings regionale Unterschiede bei Preisen und Gebühren sowie die jeweiligen Wünsche und damit der spezifische Leistungsumfang. Auch bestehen zwischen einzelnen Anbietern große Preisunterschiede. Ein extremes Beispiel sind Billigangebote, sogenannte Discountbestattungen, für zum Teil unter 1.000 Euro. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da häufig nicht alle Leistungen im Preis enthalten sind. Nach oben ist die Preisskala je nach Wünschen und Aufwand offen. In den genannten Werten noch nicht enthalten sind mögliche Kosten für die spätere Grabpflege. Angesichts der beschriebenen Bandbreite verlieren Hinterbliebene … beim Thema Bestattungskosten schnell die Übersicht. Erst beim Eintreffen der Rechnungen werden vielen Betroffenen die Vielzahl einzelner Posten und die entsprechenden Kosten bewusst. Grundlegend sind Bestatterleistungen wie das Abholen, Versorgen und Einsargen des Verstorbenen sowie der vorgeschriebene Sarg. Darüber hinaus müssen je nach Auftragsumfang zum Beispiel auch das Erledigen der Formalitäten, die Gestaltung der Trauerfeier und Trauerkarten bezahlt werden. Dazu kommen eventuell weitere Leistungen des Bestatters wie zum Beispiel eine Urne oder die Überführung des Verstorbenen zu einem Krematorium.

Unausweichlich sind bei jedem Todesfall Gebühren für den Totenschein und meist auch für Sterbeurkunden. Weitere Kosten entstehen zum Beispiel für eine Einäscherung im Krematorium, Blumenschmuck und Trauerkränze, einen Trauerredner, eine Traueranzeige oder die Bewirtung der Trauergesellschaft. Dazu kommen die Kosten für die Grabstelle. Je nach Grabart können dabei allein an Friedhofsgebühren einige tausend Euro fällig werden. Eventuell müssen auch der Friedhofsgärtner für die Grabanlage und der Steinmetz für das Grabmal bezahlt werden. Weitere Ausgaben fallen womöglich für die Grabpflege an, mitunter für 20 Jahre oder mehr. Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, empfiehlt, sich möglichst frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dazu stellt der Verein online das nötige Wissen über Bestattungskosten bereit. Aeternitas hat auf seiner Webseite die Listen mit Preisübersichten für Bestatter, Steinmetze und Friedhofsgärtner aktualisiert. Angepasst wurden auch die entsprechenden Online-Kostenrechner, mit denen sich jeder die voraussichtlichen Kosten für seine speziellen Wünsche anzeigen lassen kann. Darüber hinaus bietet eine Onlinedatenbank Auskünfte zu den Friedhofsgebühren von ungefähr 1.000 Städten.

*Weitergabe eines Presseartikels der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V.

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