Friedwald oder Ruheforst?

Urne der FriedWald GmbHImmer wieder erlebe ich im Vorfeld einer Trauerfeier und Beisetzung, oder bei Vorsorgegesprächen, dass es heißt: Er/Sie soll im Friedwald beigesetzt werden. Auf Nachfragen aber stellt sich dann nicht selten heraus, dass es an dem Ort, der zugleich benannt wird, überhaupt keinen Friedwald gibt, dass dort an Stelle dessen aber ein Ruheforst ist, ein kommunaler oder privater Bestattungswald und dass die Angehörigen ihren Verstorbenen genau in diesem auch beisetzen möchten. Es erfordert dann immer wieder zunächst Aufklärungsarbeit, denn nicht alle Wälder, in denen bestattet wird, sind „Friedwälder“. Die FriedWald GmbH war lediglich Vorreiter im Bezug auf Bestattungen in der Natur und ist zudem in ganz Deutschland vielerorts vertreten. Durch sie wurde die Möglichkeit die Asche eines Menschen in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines Baumes beizusetzen bekannt. Die Bäume stehen dabei in einem fest umgrenzten und als Friedwald ausgewiesenen Waldgebiet. Aufgrund der Vorreiterrolle, werden auch heute noch Baumbestattungen als Friedwaldbestattungen benannt, auch wenn es ein Ruheforst oder kommunaler Bestattungswald ist.

erläutert von
Helene Düperthal

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